Berufs- und Wirtschaftspädagogik

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KomBiA - Kompetenzbilanzierung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Aktuelles

31. August 2017

Präsentation von Zwischenergebnissen des Projekts KomBiA unter dem Titel 'Determinants of a Corporate Culture for Lifelong Competence Development' bei der EARLI 2017.

14. März 2017

Vorstellung und Diskussion von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Projekt KomBiA im Rahmen des Workshops "Informell und non-formal erworbene Kompetenzen: Praktische und theoretische Aspekte der Validierung und Dokumentation" im Rahmen der Hochschultage berufliche Bildung 2017

 28. Februar 2017

Entwicklungswerkstatt zur Ausformulierung des Prototyps der Kompetenzbilanz

15. November 2016

Resonanzgruppentreffen mit Stakeholdern und Fachexperten zur Analyse erster Feldstudienergebnisse und zu Anforderungen an den Prototypen eines branchenspezifischen Kompetenzvalidierungsverfahrens (Kassel).

07. April 2016

KomBiA Auftaktveranstaltung mit externen Stakeholdern (Universität Osnabrück).

27. November 2015

Pressemitteilung zu Projektbeginn

Kontakt

Projektleiter:
Dr. Bernd Gössling

Projektmitarbeiter:
Marcus Flachmeyer

 Katharinenstr. 24
 (Gebäude 26)
 49078 Osnabrück

 E-Mail:
Bernd.Goessling@Uni-Osnabrueck.de

 E-Mail:
Marcus.Flachmeyer@Uni-Osnabrueck.de

Kurzcharakteristik:

In modernen Gesellschaften werden Bildungs- und Erwerbsbiographien zunehmend heterogener. Gerade in Zeiten technologischer Innovationen und demographischen Wandelns kann lebenslanges Lernen daher nicht auf formale Bildung begrenzt werden. Auch in Deutschland, das nach wie vor von einem stark ausgebauten Berufsbildungssystem profitiert, wird daher inzwischen gefordert Ergebnisse informellen Lernens sichtbar zu machen, anzuerkennen und mit formalem Lernen zu verbinden. Bisherige Studien konnten zeigen, dass einer Anerkennung und Zertifizierung von informell erworbenen Kompetenzen, die beispielsweise im Prozess der Arbeit außerhalb einer Berufsausbildung oder durch ehrenamtliches Engagement erworben wurden, die Motivation zum Weiterlernen erhöht. Trotzdem gibt es in Deutschland bisher kein national geregeltes System zur Anerkennung von Lernergebnissen, die außerhalb organisierter formaler Bildung erworben wurden.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Projekt KomBiA verfolgt daher das Ziel, Verfahren zur Kompetenzfeststellung und -zertifizierung zu entwickeln, unter Praxisbedingungen zu erproben und zu erforschen.

Da Bedingungen des informellen Kompetenzerwerbs kontextabhängig sind und an die Anerkennung von Kompetenzen je nach Branche ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt werden, werden die zu entwickelnden Verfahren für zwei komplementäre Sektoren konzeptioniert: Für die Altenpflege und den Anlagen- und Maschinenbau. Die Altenpflege steht vor der besonderen Herausforderung, dass einer großer Teil der Beschäftigten selbst zu den Älteren gehört und oftmals erst in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens den Berufseinstieg vornimmt, ohne jedoch eine formale Qualifikation als examinierte Fachkraft zu durchlaufen. Trotzdem werden hier z. T. durch jahrelange Berufstätigkeit Kompetenzen erworben, die zum Berufsbild „Altenpflegerin/Altenpfleger“ passen, bisher jedoch weder sichtbar gemacht noch anerkannt werden. Im Anlagen- und Maschinenbau herrscht eine in vielerlei Hinsicht komplementäre Ausgangslage. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten verfügt über eine formale Qualifikation auf einem hohen Ausbildungsniveau, allerdings ändern sich durch den organisationalen und technologischen Wandel – insbesondere durch zunehmende Digitalisierung der Arbeitsprozesse (Stichwort „Industrie 4.0“) – die Anforderungen an die Beschäftigten, sodass es hier einen Bedarf nach Kompetenzanalysen gibt, mit denen festgestellt werden kann, inwiefern das vorhandene Kompetenzprofil noch zu den aktuellen bzw. zukünftigen Anforderungen passt und zu welchem Maß berufsrelevante Kompetenzen auch durch informelle Lernprozesse effektiv gefördert werden können.

Unter dem Titel „Kompetenzbilanzierung für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (KomBiA)“ nimmt das Projekt dabei insbesondere erfahrene Beschäftigte in den Blick, da diese Gruppe in Deutschland, wie im restlichen Europa, in Zeiten von seit Jahrzehnten alternder Bevölkerungen eine steigende Bedeutung zukommt.
 

Projektlaufzeit:

01.11.2015 - 31.10.2018
 

Projektleitung:

Dr. Bernd Gössling
 

MitarbeiterInnen:

Marcus Flachmeyer
 

Drittmittelgeber:

Programmlinie:

Teil der BMBF-finanzierten Programmlinie Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung (InnovatWB) unter der Projektträgerschaft des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)

Projektpartner:


Projektbezogene Publikationen:

  • Gössling, Bernd (2017, im Druck): Modellierung und Erfassung von informell und non-formal erworbenen Kompetenzen. In: Buschfeld, Detlef / Naeve-Stoß, Nicole / Pilz, Matthias (Hrsg.): Respektive -Bilanz und Zukunftsperspektive der Integration durch Bildung, Arbeit und Beruf in der Region. Tagungsband der Hochschultage berufliche Bildung Köln. Münster und New York: Waxmann.
  • Flachmeyer, Marcus / Schulte Hemming, Andreas (2017): Branchenspezifische und lebensphasenbezogene Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen im Projekt KomBiA. Ein Beitrag zum Workshop WS 07 "Informelle und non-formale Kompetenzen" auf den 19. Hochschultagen Berufliche Bildung an der Universität Köln. Köln: Universität Köln.
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  • Frehe, Petra / Gössling, Bernd (2016): Performanzbedingungen und Validierungsstrategien bei der Bilanzierung von Sozialkompetenzen. In: Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik (ZBW). Band 112. Heft 4. S. 584-610.
    Link zum e-Paper
  • Schulte Hemming, Andreas / Flachmeyer, Marcus / Gössling, Bernd (2016): Anerkennung durch den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)? Kompetenzbilanzierung und bürgerschaftliches Engagement. In: Newsletter für Engagement und Partizipation in Europa. Nr. 7/2016.
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